Wir schaffen das!

Wir schaffen das!

2021

Arme Brigitte, ein ganzes Leben lang hat sie nur Pech gehabt. – Und den Hannes hat sie auch noch. Jaja, der Hannes, unser Knecht. – Er wäre ja schon recht, wenn er was arbeiten würde. – Und den Galgenvogel da drüben muss sie auch noch ertragen. – Unseren freischaffenden Künstler, der nichts hat, nichts kann und nichts taugt. – So ist sie halt. Denkt an andere und nicht an sich. – Macht Schulden für andere und gibt ihr letztes Hemd her. – Und jetzt muss der schöne Hof verkauft werden.

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Hab ich wohl eine günstige Gelegenheit erwischt, Fräulein Brigittchen. Mir ist unverschuldeterweise ein kleines Problemchen widerfahren. Gerade war ich auf dem Klo gewesen, da fiel es mir wie Schuppen von den Augen, als ich entdeckte, dass ich unglücklicherweise auf dem letzten Stückchen Klopapier ein kleines, reizendes Gedicht geschrieben habe. Könnte ich sie, liebstes Fräulein Brigittchen, gütigerweise um ein Stückchen Klopapier bitten?

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Meine Kunst wird schon noch berühmt werden. Aber dürfte ich erleichternswerterweise meinen Klo-Gang nun zu Ende bringen und mir meinen Allerwertesten vielleicht mit diesem weichen Klopapier . . . – Deinen Allerwertesten kriegen wir auch ohne weiches Klopapier sauber. Los, Otto, pack mit an! – Dich kriegen wir schon sauber. In den Brunnen mit dir.

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Melden sie unverzüglich meine Ankunft. Ist er überhaupt da? Erwartet er mich? Schließlich möchte ich hier alles kaufen, und zwar zu Höchstpreisen. – Was? Sie wollen dem alles abkaufen? Ich habe es ja immer gesagt, jeden Tag steht ein Dummer auf. Komm raus, du fauler Stinker: Eine Frau „von und mit“ will dich sehen.

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Die Frau von Gutenberg kauft den Hof und das ganze Vieh kommt weg. Aus dem Marienhof wird ein vegetarischer Versuchshof mit allerlei Salat- und Gemüsesorten. Wir alle bleiben hier und arbeiten als Angestellte für Frau von Gutenberg weiter. Und die Sau wird nicht geschlachtet, weil wir hier kein Fleisch mehr essen dürfen. – Warum? – Weil Frau von Gutenberg unsere künftige Chefin ist und kein Blut sehen kann.

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Den Eimer her, gleich läuft das Blut in Strömen. Wenn ich sie gestochen habe, musst du gleich das Blut umrühren, damit es nicht gerinnt. Hast du die Ärmel hochgekrempelt? – Schwein schlachten? Blut rühren? Oh Gott, nicht doch, Charlotte, ich kann kein Blut sehen, ohhh, ich falle in Ohnmacht.

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Hermine, da ist jemand, Grüß Gott miteinander. Ist das der Marienhof? – Ja freilich, schon seit über 350 Jahren. – Hermine, wir sind hier richtig. – Alwine, wer ist wichtig? – Wissen sie, wir beide haben ihre Anzeige in der Zeitung gelesen und sind an dem Hof interessiert und wollen ihn kaufen, oder nicht, Hermine?

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Sauhund, zwei wehrlose alte Frauen im Bett zu überfallen. Lustmolch, springt in unser Bett und fragt, wo er anfangen soll. Schämst du dich nicht, Sünder? Ein wildfremdes Mannsbild in unserem Bett. – Ich bin unschuldig, das hat man mir doch so gesagt.

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Richtige Indianer greifen im Morgengrauen an, so wie bei Karl May. Wie gut, dass ich die ganzen Karnevalssachen aus Brigittes Kinderzeit aufgehoben habe. Und jetzt noch die Kriegsbemalung, Blutsbruder Aloisius. – Und jetzt ganz ruhig. An den Marterpfahl mit dem Bleichgesicht.

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Ich will dir ja keine Angst machen, aber ich befürchte, sie würde dich am liebsten einen Kopf kleiner machen. – Jetzt hör bloß auf. – Du hast ihr ja wohl allerhand Katzenjammer bereitet. – Ich glaube, für’s Bübele sind Haferflocken zum Frühstück besser wegen der Milchzähne. Guten Appetit.

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Alwinchen, Herminchen oder wie immer ihr wollt. Gell, Brigitte, so viele Kinder wollen wir haben, bis euch die Namen ausgehen. – Und eines davon muss Pfarrer werden. – Das findet sich dann. Auf jeden Fall bringen wir euch die Kinder dann alle zwei Wochen ins Altenheim zum Anschauen.

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Hintere Reihe von links: Wilfried Boms, Hagen Leuschner, Gudrun Heidenfels, Simon Fimmers, Thomas Nellen, Christoph Zeletzki, davor Judith Hensler, davor Ulrich Leusch, Hanni Hasenau, Anke Albrecht, Wolfgang Arretz. Vorne von links: Heinz-Josef Köhler, Thomas Wenders, Frank Heesen (Gastdarsteller aus Tönisberg), Ingrid Flöth.

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