Wir schaffen das!

Wir schaffen das!

2021

Boah, ist das kalt, da friert einem ja glatt alles ein. Ich könnte dem Pastor mit Genuss den Hals rumdrehen. – Davon wird es aber auch nicht wärmer. – Ist mir schon klar, aber es wäre eine große Genugtuung für mich. – Du weißt ja, die Sparmaßnahmen machen auch vor der Kirche nicht halt.

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Ja, das Schicksal hat uns wirklich stark gebeutelt. – Trotzdem sollten wir nicht aufgeben. Dieser Musikwettstreit im Seidenweberhaus in Krefeld ist eine Riesenchance, wieder ganz nach oben zu kommen. Aber mindestens fünf Leute sollte eine Kapelle haben, so steht es in den Bedingungen.

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Wir sind die einzige Gruppe, dafür habe ich schon gesorgt. – Ist das aufregend. Jetzt brauchen wir dringend noch eine Sängerin und müssen ganz intensiv proben, damit wir uns nicht im Seidenweberhaus in Krefeld blamieren. Ich habe die Suche nach einem Chormitglied und einem Dirigenten ins Internet gestellt.

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Christine, was hast du denn da um Himmels Willen aufgegeben? – Es war doch nur eine ganz normale Anzeige mit der Bitte um ein weiteres Chormitglied. - Der hat die Sache mit Glied sicher falsch verstanden. Schließlich sind wir ein Frauenchor. Einen Rock trägt er ja schon, also gänzlich unweiblich ist er sicher nicht. - Und mich hat immer schon interessiert, was so unter einem Schottenrock los ist. Da hört man ja die tollsten Sachen.

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Das sagst du nicht ungestraft zu meiner Freundin, nimm das sofort zurück, sonst . . . – Jetzt misch du dich nicht auch noch ein, Christine, du hast schon genug angerichtet. – Fall du mir bloß nicht auch noch in den Rücken, das würde dir sonst noch sehr leid tun, Werner Note. – Du willst mir drohen? Du kannst froh sein, wenn du weiter unter diesem Dach leben darfst, nach allem, was hier abgeht.

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Wenn ich das so richtig verstanden habe, darf nur eine Gruppe an diesem Wettbewerb teilnehmen und es müssen mindestens fünf Teilnehmer da sein. – Das ist doch ganz einfach. Wer zuerst fünf Leute vorweisen kann, hat gewonnen und darf hier proben. Wo liegt das Problem? Ich glaub, wir nehmen doch den Mc Dudel, dann haben wir schon gewonnen.

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Was soll denn das vorstellen? Sind sie jetzt auch verrückt, Herr Pastor? – Verzeihung, meine Herren. Ich war in meiner Jugend ein ganz passabler Alphornbläser. Aber leider kann man mir dieses Instrument nicht so schnell hierher liefern. Und weil die Zeit knapp ist, habe ich mir ein eigenes Alphorn gebastelt. Schließlich will ich ihnen ja helfen und vielleicht rechtzeitig ihr fünfter Mann sein.

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Die Trottel hätten längst triumphiert, wenn sie erfolgreicher wären als wir mit ihrer Suche. – Wollt ihr nicht langsam das Kriegsbeil begraben? – Niemals, denn wir werden sie besiegen. – Genau, das werden wir. – Na schön, ich bin ja unparteiisch. Also, viel Glück bei eurer weiteren Suche. Und wenn ihr euch unter all den Bewerberinnen entschieden habt, gebt mir Bescheid.

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Jetzt ist es schon das dritte Mal, dass dieser Verrückte mir hat geklaut meine Klamotten. Kommen einfach herein in meine Zimmer, wenn ich stehe unter die Dusche, rufen nach dem Zimmerkellner und nehmen meine Kilt mit. Und ich müssen in dieses lausige Kälte hinter ihm her wie einer, der sein bekloppt.

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Na so was, was soll das denn sein, ein unmoralisches Sonderangebot? – Ich weiß nicht, meine Damen, wie ich hierher gekommen bin. Wahrscheinlich hat man mich verschleppt und fordert jetzt Lösegeld für mich. Tun sie unbedingt alles, was man von ihnen verlangt, bitte! – Jetzt ist er total wirr im Kopf. Ich glaube, ich gebe ihm gleich was zum Anziehen, sonst erfriert er uns noch.

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Es muss ja gar keinen Verlierer oder Gewinner geben, ihr könnt doch alle zum Wettbewerb antreten. – Und wie soll das funktionieren? – Ganz einfach, ihr tretet gemeinsam auf. Die Frauen singen und ihr begleitet sie auf euren Instrumenten dazu. Eine große und starke Gruppe, da kann doch einfach nichts mehr schief gehen.

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Hintere Reihe von links: Michael Germes, Thomas Nellen, Christoph Zeletzki, Hagen Leuschner, Markus Arretz, Wilfried Boms. Mittlere Reihe von links: Sonja Borger, Ulrich Leusch, Judith Hensler, Jörg Tissen, Hanni Hasenau, Wolfgang Arretz, Gabi Jansen, Heinz-Josef Köhler. Vorne von links: Ingrid Flöth, Thomas Wenders, Martina Voirin.

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