Wir schaffen das!

Wir schaffen das!

2021

Morgen Walter! – Morgen! Noch nicht ausgeschlafen, was? – Wie steht es mit dem Frühstück? – Thommy ist einkaufen, er wird jeden Augenblick zurück sein. Du kannst schon mal den Tisch decken. – Danke, ich habe schon Schwerstarbeit geleistet. – Vor dem Frühstück? Was soll das für Arbeit gewesen sein? – Ich habe versucht, aus dem Bett zu kommen.

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Bitte, ich saufe nicht, mein Lieber. Ich trinke. Und das tu ich nur, um zu vergessen. – Und was willst du vergessen? – Ich weiß nicht mehr, das habe ich vergessen. Schämt euch, ihr Mädchen, Thommy das ganze Geld aus der Nase zu ziehen.

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Was soll diese alberne Nachttischlampe auf dem Tisch? – Das ist meine Wahrsagekugel. Sie kann in die Zukunft schauen. Ja, ich habe meine astronomikalischen überirdischen Kräfte entdeckt. – Schluss damit, du räumst sofort unsere Sachen wieder hinüber und diese Kugel verschwindet aus unserem Haus.

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Wir brauchen noch eine Tante, bevor dein Vater aufkreuzt. Ich werde einfach mal meine Vermieterinnen fragen, ob sie ein bisschen Theater spielen wollen. Nur du, du musst verschwinden. Damenbesuche sind nämlich strengstens verboten in diesem Haus. Sei so lieb und geh zu den anderen. – Jetzt sind wir endlich mal alleine, da schiebst du mich ab. – Ich schiebe dich nicht ab, ich verstecke dich nur ein klein wenig.

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Was muss ich sehen, Lobelie? Mich trifft der Schlag. – Versprich nichts, was du nicht halten kannst. – Was fummelst du an diesem Kerl herum und was hat er überhaupt hier zu suchen? – Das frage ich mich auch. – Nimm sofort die Finger von dem Mann. – Huch, hast du etwa Angst, ich könne meine Unschuld verlieren?

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Fräulein Lobelie schaut in die Zukunft. – Tatsächlich? Sie können das? – Gestern hat es noch funktioniert. – Dann fragen sie ihre Zauberkugel doch einmal, ob meine Susi mich noch liebt. – Immer diese Susi! Aber bitte, wenn sie es unbedingt wünschen: Kugel, Kugel sage mir, ob Susi diesen Herrn liebt. – Da sehen sie selbst, die Flamme ist am erlöschen. Die Liebe ist am Ende.

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Hier steckt ihr also. – Musst du denn immer im unpassenden Moment kommen? – Ich wollte doch nur fragen, wie mir der neue Strohhut steht. – Sehr gut, sehr gut, wie aus dem Kopf gewachsen. – Also, Amalie!

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Er hat sich tatsächlich verknallt, unser Hausmann. – Und du bist ausschließlich in den Alkohol verknallt. – Nun sage mir mal, wann ich in diesem Hause einen Tropfen zwischen die Zähne bekomme. Es wird doch alles sofort konfisziert. – Dann frage ich mich aber tatsächlich, woher die tausend leeren Flaschen im Keller kommen.

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Ja, ja, ich weiß, sie sind hinter der Tante her. Dabei würde eine etwas reifere Frau viel besser zu ihnen passen. – Aber so ein junges Ding hat auch seine Reize. – Reize vergehen schnell. Innere Werte bleiben. Sie brauchen doch eine Frau, die sie umsorgt, für sie kocht, putzt, wäscht und flickt. – Eigentlich nicht, dafür habe ich eine Haushälterin.

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Was muss ich hören? Sie haben mir verziehen? – Wieso verziehen? – Herr Liebling hast mir gesagt, sie seien mir nicht mehr böse und sie wollten sich wieder mit mir versöhnen. Ich bin ja so glücklich darüber. Dieser Streit hat an meinen Nerven gezerrt. Ganz dünn bin ich geworden vor lauter Kummer.

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Ich höre immer heiraten. Susi will heiraten, Thommy will heiraten, Sammy will heiraten, Willibald will heiraten, Walter will heiraten, Anne will heiraten, sogar Liebling und Emilie wollen heiraten. Ja, da kann ich doch nicht zusehen. – Wollen sie mich heiraten? – Aber ja!

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Hintere Reihe von links: Hagen Leuschner, Sonja Borger, Jörg Tissen, Judith Hensler, Heinz-Josef Köhler, Markus Arretz, Christoph Zeletzki. Mittlere Reihe von links: Wolfgang Arretz, Hanni Hasenau, Martina Voirin, Ingrid Flöth, Thomas Nellen. Vorne von links: Ulrich Leusch und Gudrun Heidenfels.

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