Wir schaffen das!

Wir schaffen das!

2021

Oh, schöne Opa Müller, was ist los . . . liegen auf Boden . . . doch nicht etwa . . . Oh, nix gute Morgen, warum schöne Opa Müller sterben, oh, warum altes Leute immer sterben, wenn Fatima kommen, oh wäre Fatima nur geblieben in Türkei bei Allah . . . Schwester Oberin, kommen schnell! Kommen ganz schnell! Schönes Opa Müller liegen auf Boden, nix mehr Bewegung!

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Von wegen. Geblufft hat er wieder, dieser alte Stinkstiefel. Stehen sie auf, Herr Müllerschön! Sofort! Welcher Teufel hat sie wieder geritten. Uns so zu erschrecken. – Wer erschrickt hier wen? Ich habe gerade meine Yogaübungen gemacht und war ganz in mein Innerstes versunken. – Yogaübungen? Ich lass mich doch von ihnen nicht veräppeln, sie neurotischer, unverbesserlicher Greis.

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Was gab’s wieder? Ärger mit der Oberin? – Hm, Ärger ist gelinde gesagt. Die Giftspritze will mich jetzt aushungern. – Armer Opa, könntest es so schön bei uns daheim haben, wenn meine Eltern nicht so blöd wären. – Ich hab’s doch schon mal mit deinen Eltern unter einem Dach versucht. Aber es hatte keinen Sinn.

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Frau Bücheler, tun sie mir einen Gefallen, schalten sie ihr Hörgerät ein. – Wirklich? Sie treten ein. Das freut mich aber ganz besonders. Die Schwester Oberin hat nämlich gesagt, es wäre schön, wenn alle Heimbewohner im Seniorenkreis beim Singen mitmachen und beim Antrittsbesuch vom neuen Bürgermeister ein Seniorentänzchen aufführen.

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Ach Berta, fang doch nicht schon wieder damit an. – Wieso nicht? Als ob ihm die Terrasse noch was bringen würde. – Hat ein alter Mensch nicht auch das Recht auf frische Luft und ein bisschen Aussicht, herzallerliebste Schwiegertochter? – Pah, die frische Luft heilt dein Asthma auch nicht mehr. Und die Aussicht ist mit deinem grauen Star auch für die Katz.

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Sag mal, Alter . . . bist du hier der . . . Scheißhauswächter? Bin ich . . . da richtig? – Untersteh dich, Bursche. Dann setzt es aber was. Ich bin zwar alt, aber zuhauen kann ich auch noch. Sag mal, was hat der gemacht, dass er so blau ist?

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Aber Schwester Oberin, Opa hatte wirklich großes Ausschlag auf Rücken! Ich gesehen unter Dusche. Und kleines Mann von altes Opa auch gewesen viel größer als sonst. Und hier ist schreckliches Musik auf Tisch und hier liegen schreckliches Klamotten. Fatima nix besoffen. Fatima gesehen mit eigenes türkisches Auge. Und hier stehen sogar Schnapsflasche. Fatima sehen und riechen.

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Ah, da sind sie ja, Tankwart. Bitte vollmachen, aber Super bleifrei. Reifen nachziehen und Scheiben waschen. Aber schnell! Ich fahr bei der Formel I mit. Und wollen sie ein Autogramm. Ich bin der Schumacher. – Ruhe in diesem Irrenhaus. Fatima, bring diesen Irren auf sein Zimmer. Die Pfleger sollen ihn ins Bett binden. Und dieser schwerhörigen Madame nehmen wir die Brille ab, damit sie keinen Schritt mehr wagt.

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Kennen sie das? War das nicht gestern ihr Frühstück? Es ist auf dem Hof gelandet, auf einem Autodach. Essen sie es auf der Stelle! – Von wegen, beißen sie doch mal rein, das bricht einem ja den Unterkiefer. – So sieht das also aus. Strikte Verweigerung der Nahrungsaufnahme. Da kann ja was mit ihrem Magen nicht in Ordnung sein. Da werden wir wohl oder übel den Schlauch und die Magensonde anordnen müssen. Das bewirkt oft Wunder!

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Mitten in diese missliche Situation platzt auch noch Josef, der jüngere Sohn von Opa Müllerschön. Zwölf Jahre hat er sich nicht mehr sehen lassen. Der Möchtegern-Macho gibt sich als vermögender Mallorca-Jet-Setter aus, hat aber in Wirklichkeit all sein Geld verspielt.

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Zimmernachbar Paul und die schwerhörige Oma Irma wollen jedoch nicht kuschen und widersetzen sich der gestrengen Oberin bei jeder passenden Gelegenheit. So lassen sich Opa Müllerschön und Paul immer wieder was Neues einfallen, um die Oberin Sieglinde in Rage zu bringen.

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Hinten von links: Wolfgang Arretz, Hanni Hasenau, Wilfried Boms, Sonja Borger, Jakob van Heesch, Christoph Zeletzki, Martina Voirin, Andreas Arretz, Gudrun Heidenfels, Judith Hensler, Thomas Nellen, Thomas Wenders, Markus Arretz. Vorne von links: Ulrich Leusch, Elisabeth Schnorrenberg, Michael Germes, Ingrid Flöth, Jörg Tissen, davor Heinz-Josef Köhler, Linda Knapp.

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