Wir schaffen das!

Wir schaffen das!

2021

Das Geburtstagskind soll leben hoch. Und nochmals hoch. – Zum Zeichen, dass ich dein gedacht, hab ich dir etwas mitgebracht. – Vielen Dank, mein Junge. – Darf ich ihm auch einen Kuss geben? – Nur immer ran, schönes Fräulein, genieren sie sich nicht. Von mir hat er jestern ooch eenen jekriegt.

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Was haben sie denn da? – Das ist der Schlafrock, den unsere Tante Jutta aus Kalkutta für unsere Frau Doktor geschickt hat. – Zeigen sie mal das Ding her. Der ist ja wunderschön. Den behalte ich.

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Die Mutter hat gesagt: Wo der Mann is, da jeheert ooch die Frau hin. – Natürlich, die liebe Schwiegermutter. Und das Wurm haste auch gleich mitgebracht. – Wo soll ich et denn lassen?

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Also, ich gefalle mir großartig. Ich könnte mich in mich selber verlieben. Zu viel Taille habe ich gerade nicht. Auch der Teint könnte ein bisschen rosiger sein. Ah, das werden wir gleich haben. Ferdinand! – Herrgott, wer ist denn das? – Ein Mägdelein im Morgenrock. – Wenn ich nicht wüsste, dass sie ein Mann sind – ich würde – weiß Gott!

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Na, wer bin ich? – Keine Ahnung. – Tante Jutta aus Kalkutta. – Da haben wir die Bescherung! – Na, da wollen wir beide es uns gemütlich machen, bis dein Mann kommt. Hier haben sie meinen Mantel, meinen Hut und meinen Schirm und nun lassen sie mich mal mit dem lieben Frauchen allein.

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Na, wer bin ich? – Keine Ahnung! – Tante Jutta aus Kalkutta! – Barmherziger Vater! Jetzt hab ich keine Familie, jetzt bin ich enterbt. – Na, wie hab ich das gemacht? – Großartig! – Das ist eine Geburtstagsüberraschung. Gerade so erschrocken wie du war auch dein liebes Frauchen.

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Und hier, ihr lieben Kinder, habe ich auch etwas für ihn. – Für welchen ihn? – Für den Stolz des Hauses: für den alten Seebären, den Schwiegervater. Diese Pfeife rauchte mein Mann bis an sein seliges Ende. Jetzt soll er sie haben, der wackere Schiffskapitän.

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Siehst du, Evchen, das Stricken geht schon viel besser. – Ja, Tantchen. – Lass nur keine Masche fallen. – Gott bewahre, ich pass schon auf. – Strickst du eigentlich rechts oder links? – Ach, mal so, mal so!

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Na, da bist du ja, mein Kind. – Hier, Evchen, ist mein Mündel Hildegard Forster, und dies ist . . . – Den Herrn kenne ich bereits. Und zwar ganz genau. Er hat mir sogar schon einen Kuss geben wollen.

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Was sagen sie dazu, Herr Sanitätsrat? – Das ist eine sehr betrübliche Erscheinung: eine sogenannte maniakalische Exaltation. Entweder man stirbt daran oder man wird total blödsinnig. Ich habe diese Krankheit auch gehabt. Lassen sie mich mal mit dem Patienten allein. Sorgen sie für eine Tasse starken Baldriantee.

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Ja, Hilde, warum weinst du denn? – Ich werde verlobt! – Nanu, mit wem denn? Mit Emil. ¬ - Was! – Die Tante will mich glücklich machen. – Und dazu sitzt du hier? – Ja, er kommt gleich. – Wer denn? – Mein Bräutigam. Aber, Mädel, hast du mich denn ganz vergessen? Hast du mich denn gar nicht mehr lieb? – Nein!

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Hinten von links: Heinz-Josef Köhler, Jakob van Heesch, Eva Wistel, Anne Holtschoppen, Wolfgang Arretz, Gregor Huben, Thomas Nellen, Wilfried Boms, auf dem Sofa von links: Gabi Jansen, Judith Hensler, Martina Voirin, Ingrid Flöth, Hanni Hasenau.

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